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zu Gast bei den

 Shaolinmönchen

Dutzende Mal wurden unsere Schüler, Eltern und Lehrer von den verschiedensten Kampfkunstschulen angesprochen mit den Sätzen:

"Wir trainieren das Original" oder "Bei uns lernst Du das richtige Kämpfen" auch so Sprüche wie "Eure Techniken sind minderwertig" mußten sich schon einige anhören.

Natürlich wissen wir das solche Sprüche einfach ausgeblendet werden sollten, da sie auf Halbwissen beruhen. Und jeder weiß, dass Halbwissen gefährlich sein kann. Wenn nicht sogar dumm.

Trotzdem kam die Frage auf: "Warum nicht die guten Kontakte nutzen?"

 

Also nutzten wir die uns gegebenen Möglichkeiten und fragten nicht das Häns´chen, sondern den Hans ob er uns nicht zeigen könne, wie es denn ist, wenn man Kungfu lebt. Wenn man es jeden Tag trainiert. Wie es ist den Körper mit dem Geist zu besiegen. Was es heißt Disziplin nur alleine durch den Glauben zu praktizieren und nicht nur weil man Geld verdienen will oder muss.

Also verabredeten wir uns für ein Wochenende mit

Sitaigung Shi Heng Zong

Er ist Sitaigung des Buddhistischen Ordens von Shaolin und Abt des Tempels in Kaiserslautern.

 

Sigung Shi Heng Cheng

Sein Hauptstil ist die Gottesanbeterin. Seine bevorzugten Waffen sind der Kampfstab, Schwert (Dao und Jian), die Doppeläxte und die Entenhaken. Er beherrscht ebenso den Speer und den Kampffächer sowie den Kampf mit dem Schild.

Er hat den 2ten Meistergrad in Quan Fa (Chinesisches Tempelboxen) sowie den Meistergrad in Tai Chi.

 

Shixiong Shi Heng Zuan

Er ist Spezialist für waffenlose Formen und natürlich Waffenformen wie den Speer, Stock, Dao, Pudao und die Entenhaken. Sein Fachgebiet ist das Qi Gong

 

Novize Shi Xiao Feng

Der Schwerpunkt seiner Ausbildung bildet für ihn das Qi Gong. Auch das Tai Chi hat eine wichtige Stellung für ihn.

 

Endlich hatten wir den 24. Oktober und kaum waren wir in der Trainingshalle angekommen, ging es auch schon los. Noch nie haben wir bei Qi Gong und den 8 Brokaten so geschwitzt. Wir hatten anschließend die Möglichkeit eine kleine Pause einzulegen. Allerdings ging es sofort weiter mit Tai Chi. Wir hatten jederzeit die Möglichkeit Fragen zu stellen und einige, welche mit Tai Chi gar nichts am Hut hatten, waren erstaunt über ihre eigene Begeisterung für Tai Chi. Nicht nur die Form wurde angerissen, sondern jede Bewegung auch erklärt und was man mit ihr im Selbstverteidigungsfall anstellen kann. Dies faszinierte vor allem diejenigen, welche immer dachten das Tai Chi nur zum Entspannen da wäre.

Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter mit leichtem Aufwärmtraining und entsprechender Dehnung sowie Sprünge und Fallübungen zur Vorbereitung für das Shaolinkungfu, welches dann folgen sollte. Vielleicht sollte ich die Bilder für sich sprechen lassen...

Liegestützvorbereitung...

...um dann nach 5 min. doch endlich anzufangen.

Auf den Fäusten war es definitv zu einfach...

...deswegen waren die Finger dran. Aber auch hier hatten die Jungs määäääächtig Zeit.

So sollte es aussehen...

...es wird immer nur das Beste gegeben!!!

Und zum entspannen wieder mal MaBu

Wer nicht runterkam......20 Liegestütze

Nachdem die eigenen Grenzen nun wirklich angetastet bzw. überschritten waren, gab es nach ca 7 Stunden Training auch Theorie. Denn auch der Geist sollte gefordert werden.

Am Abend trafen wir uns mit den Mönchen in einem Chinarestaurant und führten großartige und sehr interessante Gespräche. Die Möglichkeit, persönliche Fragen zu stellen sind auch nicht jedem gegeben. Wenn wir also nicht so müde gewesen wären, hätten die Gespräche noch bis tief in den Morgen hinein gehen können.

Nach dem sogenannten Tiefschlaf ging es am nächsten Morgen gleich weiter. Auch hier wurde der Tag wieder mit Qi Gong und Tai Chi eingeleitet. Ein wenig Kraft- und Konditionstraining sowie Dehnübungen, Laufschule und Stände, Schwertkampf und auch Kampftechniken gehörten natürlich mit zum Repertoire.

 

Nach ca.6 1/2 Stunden Training wurden die restlichen verbleibenden Kräfte noch zum Sanda (Freikampf) mit den Kampfmönchen genutzt. Auch dies eine einmalige Chance um das eigene Können deutlich zu verbessern.

 

 

Alles in allem war dieses Wochenende ein sehr prägendes,

 in positiven Sinne , sowie wertvolles Wochenende. Wir werden die entstandene Freundschaften pflegen und werden versuchen mehr Schulungen und Seminare mit den Shaolinmönchen zu gestalten, durchzuführen und auszuüben.

Jederzeit wieder. In diesem Sinne...

 

Kai Gebhardt 

 


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Last updated: 07/12/09.